Familienoffensive schadet – Weniger Personal und nur leichte Erholung der Betreuungszahlen

„Wir wollen in Thüringen mehr Kindergärtnerinnen, ausreichende Öffnungszeiten der Kindertagesstätten und schrittweise die Beitragsfreiheit für alle Eltern in den nächsten Jahren durchsetzen“, sagt Christoph Matschie.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende weiter: „Auch die CDU-Zahlenspielereien mit statistischem Material können nicht vertuschen, dass Thüringens Kindergärten mit Einführung der Familienoffensive massiv verloren haben: Die Landesförderung wurde pro Jahr um mehr als 40 Millionen Euro gekürzt – mit negativen Auswirkungen auf das Personal und damit die Betreuungsqualität. Der finanzielle Anreiz insbesondere für arme Familien, die Kinder zu Hause zu lassen, ist und bleibt falsch.“

Das sage übrigens nicht nur die Opposition in Thüringen. Das sei auch die Aussage renommierter Familienforscher, wie Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstitutes. Darüber hinaus nehme Thüringen nach einer aktuellen Bertelsmann-Untersuchung auch beim Betreuungsschlüssel der Kinder unter drei Jahren einen im Bundesvergleich hinteren Platz ein.

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