Matschie steht für Übernahmeangebot an alle Nachwuchslehrer

Eine aktuelle Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) zum Fachkräftebedarf prognostiziert für Thüringen akuten Lehrermangel. Die Spezialisten des IWH berechnen einen Bedarf von 4.900 neuen Lehrern innerhalb der nächsten sechs Jahre. Christoph Matschie: „So wie die CDU-Landesregierung das Problem angeht, werden wir diese Lücke nicht schließen können. Kultusminister Bernward Müller lässt unser Bildungssystem blindlings vor die Wand fahren.“

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert, dass die CDU-Landesregierung seit Jahren ein Personalkonzept im Schulwesen boykottiert. „Die erste Stufe war die Überalterung unserer Lehrerschaft. Mehr und mehr gehen jetzt die starken Jahrgänge in Rente und der Nachwuchs fehlt“, so Matschie.

„Schluss mit der Schönfärberei! Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch. Uns sie sagen uns, dass wir dringend junge Lehrer brauchen“, betont Matschie. Er steht für ein Übernahmeangebot an alle Lehramtsstudenten, die zurzeit in Thüringen ihr Studium abschließen: „Wenn wir ihnen jetzt keine Perspektive in Thüringen bieten, sind unsere Nachwuchspädagogen nach ihrem teuren Studium in Thüringen für immer weg. Hessen oder Baden-Württemberg werben schon.“

„Die CDU-Landesregierung schafft es nicht, an die Zukunft zu denken. Sonst gäbe es auch eine Vision, was wir ganz aktuell mit zusätzlichen Lehrkräften in Angriff nehmen könnten“, kritisiert Matschie. Sein Plan: „Mit zusätzlichem Personal können wir sofort mehr Ganztagsangebote und individuelle Förderung anbieten. Das ist ein wichtiger Schritt hin zum Bildungsland Nummer 1. Wir brauchen diese Anstrengung: Gute Schule ist das beste Rezept gegen weiteren Fachkräftemangel.“

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