Matschie warnt vor Zwei-Klassen-Lehrerschaft

„Der chaotische Zustand an Thüringer Schulen ist eine Zumutung für die Lehrer und Erzieher sowie für die Schüler und Eltern. Die Verunsicherung muss schnellstens raus aus den Lehrerzimmern und Klassenräumen“, sagt Christoph Matschie.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende fordert Ministerpräsident Dieter Althaus auf, angesichts der offensichtlichen Untätigkeit seines Kultusministers umgehend einzugreifen.

Die Landesregierung soll in der bevorstehenden Plenarsitzung in einer aktuellen Stunde zur Situation an Thüringens Schulen umfassend Rede und Antwort stehen. Matschie fordert die Landesregierung zudem auf, das Gespräch mit den Gewerkschaften und Lehrerverbänden zu suchen und ein vernünftiges Angebot zur Stundenangleichung angestellter Lehrer zu unterbreiten. Darüber hinaus soll das Plus an Lehrerstellen und damit Unterrichtskapazitäten auch tatsächlich bei den Schülern ankommen. Durch die per Gericht verordnete Umwandlung von Teilzeitbeamtenstellen in Vollzeit gebe es schließlich mehr Lehrerpersonal an den Schulen, das dringend zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und für Ganztagsschulangebote eingesetzt werden soll.

Die Ungleichbehandlung angestellter und verbeamteter Lehrer in Thüringen müsse ein Ende haben. Die in Teilzeit beschäftigten angestellten Lehrer sollen künftig wie ihre verbeamteten Kollegen eine höhere Stundenzahl bekommen. Matschie warnt ausdrücklich vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Lehrerschaft.

„Weitere Probleme reichen von Stundenausfall, zu großen Klassenstärken, Personalmangel bis zum hohen Altersdurchschnitt der Lehrer. Die Situation ist für Lehrer und Erzieher sowie für die Schüler und Eltern sehr unbefriedigend“, sagt Matschie weiter.

Ministerpräsident Althaus sei dabei in besonderer Verantwortung, weil er als Kultusminister seinerzeit mit den Lehrerverbänden die Modalitäten des so genannten Floating-Modells vereinbart hat.

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