Schwierige Konjunkturprognose verlangt neue Leitgedanken

Beunruhigt durch die aktuelle Konjunkturprognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) spricht sich Christoph Matschie für eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Thüringen aus. „Die Thüringer Wirtschaft stemmt sich gegen die internationale Krise. Engagierte Unternehmer und motivierte Beschäftigte kämpfen gemeinsam um die Zukunft ihrer Betriebe“, würdigt der Vorsitzende der SPD Thüringen.

Nach der aktuellen Analyse des IWH wird die ostdeutsche Wirtschaft von der internationalen Krise voll erfasst. Die industrielle Wertschöpfung soll um etwa 15 Prozent einbrechen. Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt soll sich laut IWH deutlich verschlechtern – 2009 droht im Osten eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 14 Prozent – etwa doppelt so hoch wie der westdeutsche Schnitt. „Das IWH geht davon aus, dass Thüringen wegen seines hohen Industrialisierungsgrads von der Krise stärker betroffen sein wird als die anderen neuen Länder“, ergänzt Matschie.

Christoph Matschie fordert jetzt klare Schritte der Landesregierung, wie Thüringen mit neuer Kraft aus der Krise kommt. Matschie hat seine wirtschaftspolitischen Leitgedanken in dem Papier „Neue Kraft für Thüringens Wirtschaft“ zusammengefasst und eine Debatte mit Wirtschaftsvertretern begonnen. „Die Rückmeldungen, zum Beispiel aus dem Verband der Wirtschaft Thüringens, sind positiv. Nur die CDU-Landesregierung meint, dass ein solcher Dialog unnötig wäre.“

Mit seinen Leitgedanken wirbt Matschie unter anderem für ein neues Landesmarketing. Er will die Zusammenarbeit der Unternehmen in Technologie-Netzwerken stärken, um damit Größennachteile auszugleichen. Gemeinsamkeiten sieht Matschie auch beim Einsatz für mehr Tariftreue, um mit besseren Löhnen die Abwanderung zu verringern. Matschie wirbt für eine Energiewende und den Kampf um einen Vorsprung bei der Entwicklung sauberer Technik und eine ökologische Industriepolitik: „Ich will Thüringen zum grünen Motor Deutschland machen.“ Gemeinsam mit der Wirtschaft will Matschie für bessere Bildung sorgen: „Auch hier sehen viele Unternehmerinnen und Unternehmer Defizite im Land und unterstützen uns im Einsatz für längeres gemeinsames Lernen.“

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