SPD Thüringen für Aussetzung der Rente mit 67

„Wenn ältere Menschen keine Möglichkeit haben zu arbeiten, dann ergibt die Erhöhung des Renteneintrittsalters keinen Sinn“ konstatiert Christoph Matschie angesichts der Erwerbstätigenquote der über 60jährigen. Die für 2012 vorgesehene schrittweise Einführung der Rente mit 67 soll deshalb nach dem Willen des Thüringer SPD-Vorsitzenden verschoben werden.

„Wenn ältere Menschen keine Möglichkeit haben, länger zu arbeiten, dann ist die Erhöhung des Rentenalters nichts anderes als eine Rentenkürzung“ so Matschie. „Das ist nicht der Sinn dieser Reform.“ Zudem müssten für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis 67 Jahre arbeiten können, sinnvolle Lösungen gefunden werden. „Sie dürfen nicht mit Rentenabschlägen bestraft werden“, so das Präsidiumsmitglied der SPD.

Unterstützung erhält Christoph Matschie bei seinen Forderungen auch durch Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig: „Nur 14 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer zwischen 60 und 64 sind noch berufstätig“, so Machnig. „Angesichts dieser Erwerbstätigenquote sollte die Rente mit 67 nicht in Kraft gesetzt werden“, so der SPD-Vordenker am Wochenende.

„Die Rente mit 67 kann sich allerdings langfristig als notwendig erweisen“, sagte Matschie. „Der Geburtenknick der Nachwendejahre kommt jetzt in den Berufsschulen an. In absehbarer Zeit wird es einen Arbeitskräftemangel geben. Wir müssen dann sehen, wie sich das auf ältere Arbeitnehmer auswirkt“, so der SPD-Vorsitzende abschließend.

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