Matschie: Europa kann von der Gestaltung der deutschen Einheit lernen

„Das vereinte Deutschland hat eine gewaltige Aufbauleistung vollbracht. Die deutsche Einheit im Jahr 2011 ist ein Werk, das von der Solidarität zwischen Ost und West genauso lebt wie vom ungebrochenen Engagement, vom Mut und Fleiß der Menschen in den neuen Ländern, der den Aufholprozess der vergangenen 21 Jahre erst möglich gemacht hat.“ Das unterstreicht der SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.

Nach Matschies Auffassung könne Europa von der Gestaltung der deutschen Einheit lernen. „Wir alle haben in diesen Tagen die Sorgen um die Finanzmarktstabilität und den Euro geteilt. Dahinter steht aber mehr: Es geht nicht nur um die Einheit eines Währungssystems, sondern eines Wertesystems.“ Freiheit, Demokratie und soziale Marktwirtschaft seien das Fundament für das europäische Haus. Dessen Architektur gelte es im Lichte der jüngsten Erfahrungen weiterzuentwickeln. „Wichtig dabei ist, dass wir an die europäische Idee glauben, wie wir an die deutsche Einheit geglaubt haben.“

Die Gestaltung der deutschen Einheit habe gezeigt, dass es zwar Rückschläge gebe, man sich dadurch aber nicht entmutigen lassen darf. Heute habe ein neues Bundesland wie Thüringen einen Entwicklungsstand erreicht, der sich mit den alten Bundesländern messen könne. „In wenigen Jahren laufen der Solidarpakt II und die EU-Sonderförderungen aus. Dann müssen und werden wir auf eigenen Beinen stehen. Mit dem gleichen Elan müssen wir nun Europa gestalten“, so Matschie.

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