
Wie angekündigt hat Matthias Machnig nach den Auswertungen der Bundesfinanzdirektion und seines Steuerberaters heute vollständige Transparenz über seine Bezüge hergestellt.
Die zwischen 2010 und 2013 erhaltenen Versorgungsbezüge wurden von ihm auf ein Treuhandkonto überwiesen. Sollten sich berechtigte Rückforderungen ergeben, werden diese automatisch aus dem Treuhand-Konto beglichen.
Die Erklärung von Matthias Machnig im Wortlaut:…Erklärung des Thüringer Wirtschaftsministers Matthias Machnig
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um seine Ansprüche aus dem Beamtenversorgungsrecht hat Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute das Kabinett über die geleisteten Zahlungen informiert. Dazu erklärt der Minister: „Bevor ich Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie in Thüringen wurde, war ich von 2005 bis 2009 beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Diese Tatsache war zu jedem Zeitpunkt sowohl der Öffentlichkeit als auch den zuständigen Verwaltungsstellen in Bund und Land bekannt. Aus der Zeit als beamteter Staatssekretär resultieren Ansprüche nach dem Beamtenversorgungsgesetz des Bundes. Auch dies war sowohl der Bundesfinanzdirektion als auch der Landesfinanzdirektion von Anfang an bekannt. Das ist bei beiden Behörden aktenkundig. Hinsichtlich meiner Ansprüche auf Ruhestandsbezüge gab es in den Jahren zwischen 2010 und 2012 drei unterschiedliche Rechtsauffassungen der Bundesfinanzdirektion:- Im Jahr 2010 vertrat die Bundesfinanzdirektion die rechtliche Auffassung, dass die Ansprüche auf Ruhestandsbezüge wegen meiner Tätigkeit als Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie ruhen.
- Im Jahr 2011 kam die Bundesfinanzdirektion dann zu der Auffassung, dass die Ansprüche auf Ruhestandsbezüge aus meiner Zeit als Staatssekretär in der Bundesregierung nicht ruhen, aber wegen meiner Einkünfte aus dem Ministeramt gemäß § 53 des Beamtenversorgungsgesetzes des Bundes zu verrechnen waren.
- Aufgrund eines Ende 2011 ergangenen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts in einem anderen Versorgungsfall hat die Bundesfinanzdirektion im Jahr 2012 eine höhere Anrechnung der Ruhestandsbezüge auf meine Einkünfte aus dem Ministeramt vorgenommen.
| Jahr | Beträge vor Steuern (Euro) | Beträge nach Steuern (Euro) |
| 2009 | – | 6.863,97 |
| 2010 | 38.947,84 | 21.689,58 |
| 2011 | 47.614,80 | 26.516,68 |
| 2012 | 38.536,93 | 21.461,22 |
| 2013 | 5.717,60 | 3.184,13 |
| Summe: | 130.817,17 | 79.715,58 |
