Neues Laborgebäude für Altersforschung wird in Jena eröffnet / Matschie: „Erfolg für Thüringer Wissenschaftsstrategie“

Mit der Eröffnung des neuen Laborgebäudes des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut e. V. (FLI) am morgigen Mittwoch (28. August 2013) wird die internationale Spitzenposition Thüringens in der Altersforschung gestärkt. „Die steigende Lebenserwartung unserer Gesellschaft wirft die Frage auf, wie wir länger gesund und aktiv bleiben können. Die Altersforschung in Jena gibt dazu wichtige Antworten“, unterstreicht Thüringens Wissenschaftsminister Christoph Matschie. „Das neue Forschungsgebäude ist ein weiterer Baustein, um die exzellente Forschung des Fritz-Lipmann-Instituts bei der Entwicklung von Strategien gegen Altersleiden zu unterstützen“, betont Matschie. Der Neubau wurde von Land und Bund mit 30 Millionen Euro gefördert. Dazu kommen weitere 8 Millionen Euro für die Anbindung an die vorhandene Infrastruktur und die Ausstattung mit Geräten.

Die Altersforschung wird nach Matschies Worten vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer älter werdenden Gesellschaft immer zentraler und sei damit ein international wichtiges Feld für Wissenschaft und Forschung, dem sich Thüringen frühzeitig zugewandt habe. Die Forscher des FLI gehören dabei zu den Pionieren in der Grundlagenforschung zu Prävention und Behandlung vieler Alterskrankheiten. „Mit dem Jenaer Fritz-Lipmann-Institut entstand 2004 das erste nationale Institut für Altersforschung in Deutschland. Dort werden die biomedizinischen Mechanismen des Alterns entschlüsselt und neue Therapien entwickelt“, so Matschie. Für ihre erfolgreiche Arbeit wurden die Forscher bereits mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter der ERC Advanced Grant.

Thüringen habe frühzeitig gute Rahmenbedingungen für die Altersforschung geschaffen. „Bei uns arbeiten Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Wirtschaft Hand in Hand. Das ist auch in der Altersforschung so. Das FLI hat gemeinsam mit der FSU Jena und dem Universitätsklinikum das Zentrum für Altersmedizin gegründet, das die internationale Sichtbarkeit Thüringens weiter steigern wird“, so Matschie.

Die Strategie des Freistaates, auf Exzellenz und Spitzenforschung zu setzen, habe sich damit erneut bezahlt gemacht. „Mit dem Institut für Photonische Technologien Jena wurde im Juli das größte außeruniversitäre Landesforschungsinstitut Thüringens in die Leibniz-Gesellschaft aufgenommen. Die Entwicklung zeigt, dass die geschaffenen Strukturen Früchte tragen“, unterstreicht der Minister.

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