Schluss mit bildungspolitischen Alleingängen in Thüringen

Zur Enquetekommission „Bildung und Erziehung in Thüringen“, die am 14. November im Thüringer Landtag ihre Arbeit aufnimmt, äußert Christoph Matschie, Landesvorsitzender der SPD Thüringen.

„Eltern wissen es. Lehrer wissen es. Schüler wissen es. Die Bildung in Thüringen braucht neue Perspektiven. Tragische Ereignisse und schlechte Noten bei PISA waren nötig, dass auch die in Thüringen regierende CDU dies anerkennen musste.

Mit der Enquetekommission des Landtages verbinden wir Thüringer Sozialdemokraten die Hoffnung, Bewegung in eine verfahrene Politik der Landesregierung zu bringen. Die bildungspolitischen Alleingänge der Union, die sich gerade wieder bei der Überarbeitung des Thüringer Schulgesetzes zeigen, führen Thüringen ins Abseits und verprellen alle Beteiligten.

Schon sehr früh haben wir uns für die Einsetzung einer entsprechenden Expertenrunde stark gemacht. Jetzt sehen wir unsere Aufgabe darin, einem schlüssigen Konzept Gestalt zu verleihen, wie eine erfolgreiche Bildungspolitik für die kommenden Jahre aussehen soll.

Unsere konkreten Vorstellungen sind, ideologischen Hickhack in der Bildungspolitik zu überwinden und den Weg für nationale Bildungsstandards zu ebnen. Wir wollen gleichzeitig eine stärkere Eigenverantwortung der Thüringer Schulen ermöglichen. Die individuelle Schülerförderung wollen wir unter anderem durch den Ausbau von Ganztagsschulen verbessern.

Die Umstände, die zur Einsetzung der Enquetekommission führten, waren äußert ernst. Jetzt kommt es uns darauf an, mit gleichem Ernst ihre Arbeit voran zu bringen.“

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