SPD verärgert über eine Kolumne des Landrats – Kreisvorstand kritisiert einseitige Betrachtungsweise


Entsetzt ist der SPD- Kreisvorstand Weimarer Land über die Kolumne von Landrat Hans-Helmut Münchberg, die er im Amtsblatt des Weimarer Landes vom 19. März 2016 veröffentlichte. Unter der Überschrift „Ich bin nicht sehr tapfer legt er darin seine Gedanken zum Geheimdienst und zum neuen Chef des Thüringer Verfassungsschutzes dar. „Wer die Problematik des Thüringer Verfas-sungsschutzes in einer launigen Kolumne darstellt, in der eine Stellenausschreibung ‚James Bond dringend gesucht enthalten ist, hat offensichtlich keine Lehren aus den letzten Jahren gezogen“, findet der SPD-Kreisvorsitzende Manfred Oswald.

In einem Nachsatz habe der Landrat seine Bewertung über den neuen Verfassungsschutzpräsidenten Stephan J. Kramer geschrieben, die mit dem Satz endet: „Wenn er nicht auf dem linken Auge blind gemacht wird, ist das doch schon mal ein guter Neuanfang.

Der SPD-Kreischef dazu: „Der Landrat unterstellt mit einem solchen Kommentar eine einseitige Betrachtungsweise von Vorgängen durch politisch Verantwortliche. Wir Sozialdemokraten sind entschieden gegen jede Art von Gewalt, ob diese von Rechts oder von Links ausgeht.“Im Übrigen habe Münchberg vermutlich nicht die Biografie des neuen Präsidenten des Amtes für Verfassungsschutz gelesen. „Es hätte ihm gut zu Gesicht gestanden, hier politische Neutralität zu wahren, anstatt das Amtsblatt für die Verbreitung seiner Ansichten zu benutzen“, kritisierte Oswald.

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