Strikte Regeln für die Leiharbeit

Der Thüringer SPD-Chef Christoph Matschie spricht sich für strengere Regeln für die Leiharbeit aus. Die wichtigsten Forderungen: Ein Mindestlohn soll die Beschäftigten absichern. Und: Die Höchstüberlassung soll auf zwölf Monate begrenzt werden.

„Leiharbeit darf kein Dauerzustand sein“, sagte Christoph Matschie der TLZ. Außerdem sollte den Unternehmen eine Grenze gezogen werden, wie hoch der Anteil der Leiharbeiter an der Gesamt-Beschäftigtenzahl sein dürfe. „Der Lohnwettbewerb darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden“, unterstrich Matschie. „Das hilft auch den Unternehmen, sich nicht gegenseitig über Lohndruck bis unter die eigene Substanz zu unterbieten“, unterstrich der SPD-Landeschef.

„Wer Leiharbeit zur Normalität werden lässt, der schadet langfristig dem Standort Thüringen“, sagte er. Besorgt macht ihn, dass die Leiharbeit beim Gesamtzuwachs der Beschäftigung in Thüringen einen hohen Anteil einnimmt. Mehr als ein Drittel der Hilfsarbeiter in Thüringen seien inzwischen Leiharbeiter. Auch in anderen Gruppen wachse deren Zahl. „Das ist hochproblematisch“, so Matschie.

Quelle: www.tlz.de

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