13 Thüringer Professorinnen über Bund-Länder-Programm gefördert

In Thüringen werden über das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder 13 Professorinnen über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren gefördert. Für das Programm stehen zusammen 150 Millionen Euro zur Verfügung, die je zur Hälfte vom Bund und den Ländern getragen werden. Ziel ist es, die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern. Im Freistaat werden fünf Hochschulen gefördert. Für jede Professur stehen jährlich bis zu 150.000 Euro bereit. An den Thüringer Hochschulen liegt der Frauenanteil beim hauptberuflichen wissenschaftlichen Hochschulpersonal bei mehr als einem Drittel, bei den Professuren bei rund 15 Prozent und bei Juniorprofessuren bei mehr als einem Viertel.

Für Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, ist das gute Abschneiden beim Professorinnenprogramm ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung in der Wissenschaft. „In Spitzenpositionen zu gelangen, ist für Frauen auch trotz hervorragender Qualifikationen oft schwierig. An Thüringer Hochschulen ist die Gleichstellung von Frauen fest in den gesetzlichen Regelungen verankert. Damit Spitzenpositionen in Wissenschaft und Wirtschaft für Frauen noch besser zugänglich werden, müssen wir die Rahmenbedingungen noch weiter verbessern“, so Matschie anlässlich des Internationalen Frauentags, der heute zum 100. Mal begangen wird.
Das Professorinnenprogramm will die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen unterstützen und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig verbessern. Dazu werden auf der Grundlage zukunftsorientierter Gleichstellungskonzepte der Hochschulen zusätzliche Mittel als Anschubfinanzierung für die Berufung von Professorinnen zur Verfügung gestellt. In den beiden Begutachtungsrunden zum Programm haben 173 Hochschulen aus ganz Deutschland Gleichstellungskonzepte eingereicht, 124 davon wurden positiv bewertet. Von allen neun Thüringer Hochschulen, die Konzepte vorlegten, erreichten die Universität Erfurt, die Bauhaus-Universität Weimar, die Technische Universität Ilmenau, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Fachhochschule Nordhausen, die Fachhochschule Erfurt und die Fachhochschule Schmalkalden eine positive Begutachtung. Gefördert werden Professuren an der Universität Erfurt, der Bauhaus-Universität Weimar, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Fachhochschule Nordhausen und der Fachhochschule Erfurt.
Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

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