Althaus verkennt die Lebenswirklichkeit von Arbeitnehmern im Osten

Seine Forderung nach einem branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn hat SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Matschie bekräftigt. Aussagen von Thüringens Ministerpräsident Althaus, der die Einführung von Mindestlöhnen heute als „völlig falschen Ansatz“ bezeichnet hatte, erteilte er eine klare Absage.

„Gerade aus Sicht der neuen Länder brauchen wir Mindestlöhne“, sagte Matschie mit dem Verweis auf Löhne im Osten Deutschlands, die sich zum Teil nur zwischen drei und vier Euro bewegten. Jeder Mensch müsse von seiner Hände Arbeit leben können ? in Ostdeutschland sei das längst nicht Realität. Der Mindestlohn habe sich in vielen europäischen Staaten als sozialer Schutzstandard bewährt.

Ähnlich scharf kritisierte Matschie die von Althaus in diesem Zusammenhang geäußerte Forderung nach einer Absenkung von Hartz IV. „Immer mehr finanzieller Druck auf Arbeitslose hilft nicht weiter“, sagte Matschie. Wo keine Arbeitsplätze vorhanden seien, treibe man die Menschen mit der Kürzung von Sozialleistungen immer tiefer in die Armut.

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