Auf den Anfang kommt es an: 2.000 zusätzliche Kindergärtnerinnen

In den Thüringer Kindergärten fehlen mindestens 2.000 Erzieherinnen und Erzieher. Unser gutes Betreuungsangebot gerät mehr und mehr in Gefahr. Denn während alle Welt erkennt, wie wichtig frühkindliche Bildung ist – auch der Westen lobt plötzlich Kindergärten und will ausbauen – setzte Dieter Althaus auf einen Sonderweg. Die CDU kürzte bei den Thüringer Kindergärten massiv. Mit einem Teil des Geldes finanziert Althaus sein Landesfamiliengeld.

Viele Eltern wollen die CDU-Familienoffensive nicht hinnehmen. Zurzeit läuft ein neues Volksbegehren gegen die Politik von Dieter Althaus. Überall werden Unterschriften gesammelt. Auch die SPD ist mit dabei.

Die Thüringerinnen und Thüringer wollen eine andere Familienpolitik. Das hat der Thüringen Monitor – eine regelmäßige Befragung der Staatskanzlei – gezeigt. Fast 70 Prozent sagen, es ist wichtiger, in ein gutes Betreuungsangebot zu investieren, als zusätzliches Geld an die Familien durchzureichen. Denn gute Betreuung kann sich niemand direkt kaufen. Gute Betreuung muss der Staat organisieren.

Die SPD-Regierung wird für 2.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher sorgen. Diese Zahl ist nicht aus der Luft gegriffen. Sie ist auch nicht utopisch. 2.000 zusätzliche Stellen – dann entspricht das Betreuungsverhältnis exakt dem Durchschnitt in deutschen Kindergärten. Mittlerweile gibt es eine Reihe wissenschaftlicher Studien zur Situation in den Thüringer Kindergärten. Auch die Landesregierung hat ein solches Gutachten in Auftrag gegeben. Ergebnis: Der Betreuungsschlüssel soll auf den Bundesschnitt angehoben werden. Die Landesregierung sträubt sich trotzdem.

Auf den Anfang kommt es an. Das wusste schon Friedrich Fröbel, als er 1840 in Bad Blankenburg den ersten Kindergarten der Welt gründete. Wir wollen Thüringen wieder zum Heimatland erstklassiger Kinderbetreuung machen. Zusätzliche Erzieherstellen sind ein Element, um einen guten Bildungsplan umzusetzen. Wir gehen weiter: Künftig gibt es einen Rechtsanspruch ab dem 1. Geburtstag. Schrittweise wollen wir die Elternbeiträge abschaffen. Das entlastet die Familien spürbar und der bürokratische Aufwand bei der Verrechnung des Landesfamiliengeldes fällt auch weg.

Familien brauchen gute Betreuungsangebote und direkte Unterstützung. Aber das allein reicht nicht. Wir brauchen ein offenes Klima für Kinder und Familien in der ganzen Gesellschaft. Das ist ein Appell an uns alle. Wir können so etwas aber auch praktisch umsetzen. Unter dem Motto “Kinderradau ist Zukunftsmusik” wollen wir zum Beispiel Nachbarschaftsklagen gegen Kinderlärm aus Kindergärten oder von Spielplätzen verhindern.

Unsere Politik sorgt für gute Bedingungen für Familien. Familien tragen unsere Gesellschaft in die Zukunft. Gute Politik verliert aber auch niemanden aus den Augen. Erst Recht kein Kind. Wir wollen die besten Chancen für jedes Kind. Deshalb setzen wir einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Kinderarmut. Auch in diesem sensiblen Bereich hat die CDU-Landesregierung planlos gekürzt. Die Zuschüsse für das Schulessen wurden von der CDU gestrichen. Die Mittel für Sozialarbeit wurden beschnitten. Zurzeit leben in Thüringen mehr als 60.000 Kinder in Armut. Die Folge ist Benachteiligung – nicht nur in der augenblicklichen Lebenssituation. Wenn wir nicht durch gute Bildung gegensteuern, fehlen auch die Perspektiven auf ein besseres Leben. Wir wollen das ändern und haben einen Aktionsplan für gerechte Chancen erarbeitet.

Eine Familienpolitik nach dem Wunsch der Eltern, gute Betreuungsangebote und ein echter Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Kinderarmut. Das sind die Markenzeichen meiner Politik. Am 30. August können die Wählerinnen und Wähler über dieses Angebot entscheiden.

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