Bevölkerungsrückgang zwingt zu Verwaltungs- und Gebietsreform

Mit einer gekoppelten Verwaltungs- und Gebietsreform soll Thüringen zukunftsfähig werden. Christoph Matschie: „Finanzmangel und Bevölkerungsrückgang stellen uns vor große Herausforderungen. Immer weniger Menschen müssen für eine gleich bleibende Verwaltungs- und Infrastruktur aufkommen. All das zwingt uns zum Umdenken.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende fordert die Landesregierung auf, endlich ihre Blockadehaltung gegen eine umfassende, miteinander verbundene Verwaltungs- und Gebietsreform aufzugeben. Die 2004 von Ministerpräsident Althaus eingeleiteten Veränderungen der Behördenstrukturen reichten bei weitem nicht aus, um die Zukunftsprobleme des Landes zu lösen.

„Die Thüringer Landesregierung muss außerdem mehr tun, um junge Leute ins Land zu holen oder hier zu halten“, fordert Matschie weiter. Konkrete Projekte müssten in einen Maßnahmeplan münden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende warnte in diesem Zusammenhang eindringlich davor, bei künftig sinkenden Abiturientenzahlen an den Thüringer Hochschulen Studienplätze abzubauen: „Attraktive Hochschulen sind Magneten, die begabte junge Leute nach Thüringen ziehen können. Nicht wenige Studenten arbeiten später in der Nähe des Studienortes.“

Thüringens Bevölkerung wird immer älter. Darauf müsse die Landesregierung mit einer besseren Politik für ältere Menschen reagieren. „Ältere Menschen haben andere Ansprüche an Wohnbedingungen und Infrastruktur als jüngere. Viele Senioren sind aktiv und wollen sich einbringen, dafür müssen wir bessere Bedingungen schaffen“, so Matschie.

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