CDU gibt Status der Thüringenpartei auf/ Bei Fusion mit Landkreisen in Nachbarländern warten große Kreisstrukturen

Zu den Ankündigungen mehrerer CDU-Landräte, ihre Landkreise könnten den Freistaat in Richtung Nachbarbundesländer verlassen, erklärt der SPD-Landesgeschäftsführer René Lindenberg heute: „Mit der landsmannschaftlichen Identität der selbsternannten Thüringenpartei ist es offenbar nicht weit her. Wenn CDU-Funktionsträger, wie die Landräte Henning, Müller, Zitzmann und Schweinsburg bei der Debatte um die Zukunftsfähigkeit des Freistaates lediglich den schnellsten Weg aus Thüringen heraus suchen, dann muss sich die CDU ernsthaft Sorgen um ihren Bestand als Landespartei machen“, so der SPD-Landesgeschäftsführer.

„Die Debatte zeigt, in welchem Zustand sich die CDU befindet. Jetzt ist Führung gefragt. Wenn aber die CDU-Landesvorsitzende Christine Lieberknecht sich davor weiter drückt, verliert die CDU ihre Regierungsfähigkeit endgültig“, so der SPD-Landesgeschäftsführer.
Die Landräte Henning (Eichsfeld), Müller (Hildburghausen), Zitzmann (Sonneberg) und Schweinsburg (Greiz) hatten nach Vorstellung des Lieberknecht-Gutachtens zur Gebiets- und Verwaltungsreform den Wechsel ihrer Landkreise in benachbarte Bundesländer ins Spiel gebracht.
„Ich kann den CDU-Landräten bei der Debatte um Länderwechsel nur viel Spaß wünschen. Fest steht, dass in unmittelbarer Nachbarschaft große und schlagkräftige Kreisstrukturen warten“, so Lindenberg.
Ein Zusammenschluss der Kreise Hildburghausen, Sonneberg mit dem Landkreis Coburg würde einen Landkreis mit ca. 212.000 Einwohnern hervorbringen, wenn Greiz mit dem sächsischen Nachbarkreis Zwickau fusionieren würde, bildete sich ein Landkreis mit ca. 467.000 Einwohnern und im südöstlichen Niedersachsen wird gerade über einen neuen Landkreis mit über 400.000 Einwohnern diskutiert. Die Expertenkommission hat dagegen für Thüringen Kreisgrößen von 200.000 Einwohnern empfohlen.

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