„Freiheit und Demokratie sind Werte, die wir nicht geschenkt bekamen, sondern die wir uns erstritten haben.“

Im Herbst 1989 waren in vielen Oppositionsgruppen der DDR Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aktiv. Am 7. Oktober 1989 wurde im brandenburgischen Schwante die Sozialdemokratische Partei der DDR (SDP) gegründet. Die Gründerinnen und Gründer der SDP traten für „eine ökologisch und sozial orientierte Demokratie“, eine „soziale Marktwirtschaft“ und eine „parlamentarische Demokratie und Parteienpluralismus“ ein. Mit diesem klaren Bekenntnis zur parlamentarischen Demokratie und zur sozialen Marktwirtschaft setzten die Sozialdemokraten der ersten Stunde Meilensteine für die friedliche Revolution in der DDR.

In der Folge bildeten sich im Herbst 1989 viele sozialdemokratische Basisgruppen in nahezu allen größeren Orten Thüringens. Aufrechte Demokratinnen und Demokraten fanden sich zusammen, um der Sozialdemokratie neues Leben einzuhauchen. Am 27. Januar 1990 gründeten die Thüringer Genossinnen und Genossen schließlich den ersten SPD-Landesverband in der DDR, im Stammland der Sozialdemokratie. Zur Gründungsveranstaltung in Gotha sprach der ehemalige Bundeskanzler und SPD-Ehrenvorsitzende Willy Brandt vor über 100.000 Menschen.
Zum heutigen Jahrestag spricht der SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie im Rahmen der Festveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Gothaer Tivoli. „Freiheit und Demokratie sind Werte, die wir nicht geschenkt bekamen, sondern die wir uns erstritten haben. Sie gilt es zu hüten und zu verteidigen“, umreißt Matschie Vermächtnis und Auftrag der Gründergeneration der ostdeutschen Sozialdemokratie. „Die SPD hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung Thüringens geleistet. Schließlich waren es Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die als erste die Wiedergründung des Landes Thüringen gefordert und auf einem Parteitag beschlossen haben. In unserem Gemeinden und Städten, im Freistaat und auch in Bonn und Berlin nahmen und nehmen SPD-Mitglieder Verantwortung für unser Land war. Dieser Aufgabe stellen wir uns auch aktuell in der Landesregierung. Wir werden Thüringen sozialer, gerechter, ökologischer, innovativer und weltoffener gestalten.“

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