IHK stellt CDU-Bildungspolitik katastrophales Zeugnis aus

Die IHK Erfurt geht davon aus, dass ein großer Teil der Thüringer Schulabgänger nicht ausbildungsfähig ist. Die Schule hat die Bewerber aus Sicht der Wirtschaftsvertreter nicht auf das Berufsleben vorbereitet. Christoph Matschie, Spitzenkandidat und Vorsitzender der SPD Thüringen plädiert für einen neuen Aufbruch in der Bildungspolitik:

?Die Aussagen aus der Wirtschaft sind alarmierend. Nach den Worten des Erfurter IHK-Hauptgeschäftsführers ist ein großer Teil der Ausbildungssuchenden in Thüringen nicht ausbildungsfähig. Das bestätigte er beim gestrigen Konjunkturgespräch in Erfurt. Bereits 2002 ging die IHK davon aus, dass 40 Prozent der Schulabgänger in Thüringen nicht ausbildungsfähig seien. Aus Sicht der Thüringer Wirtschaft haben es die Schulen im jetzigen System nicht geschafft, einen großen Teil unserer Kinder aufs Leben vorzubereiten.

Damit stellt die IHK der CDU-Bildungspolitik ein katastrophales Zeugnis aus.

Ich akzeptiere nicht, dass die Berufschancen unserer Jugendlichen derart abgeschrieben werden. Wir brauchen deshalb jetzt den Mut zu einem neuen Aufbruch in der Bildungspolitik. Gemeinsames Lernen bis Klasse 8, mehr Ganztagsangebote und eine individuellere Ausrichtung des Unterrichts sind unsere Zielsetzung.

Rund 80 Prozent der Thüringer bestätigen mittlerweile, dass sie eine neuen Weichenstellung in der Bildungspolitik Thüringens wollen. Sie fänden es gut, wenn unsere Schüler wieder länger gemeinsam lernen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die guten Ergebnisse dieser Schulstruktur in internationalen Vergleichen und die besseren Erfahrungen. Die meisten wissen, dass es nicht um Gleichmacherei geht, sondern darum, im gemeinsamen Unterricht die Schwachen zu fördern und die Besseren zu stärken.

Statt die breite Bereitschaft in der Bevölkerung aufzugreifen, ignoriert die CDU die Chance zur Verbesserung. Das ist der falsche Weg für Thüringen.?

Schreibe einen Kommentar