Industrie im Osten enormes Stück vorangekommen

„Der Osten ist unter der SPD-geführten Bundesregierung ein enormes Stück vorangekommen. Die Industrie ist erheblich stärker geworden. Das Wachstum muss stabilisiert und ausgebaut werden, damit es sich in Zukunft auch in sinkender Arbeitslosigkeit auszahlt“, sagte Christoph Matschie am Donnerstag in Erfurt.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende verweist auf eine jetzt in Frankfurt veröffentlichte Analyse der Wirtschaftsabteilung der Industriegewerkschaft Metall.

Die IG Metall hatte über ein „ungebrochenes Wachstum in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie“ informiert. Sie erwartet für das laufende Jahr in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie ein Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent. Damit mache die ostdeutsche Metall- und Elektroindustrie weiterhin mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten auf sich aufmerksam, heißt es in der Studie weiter. Im Jahr 2004 sei ein Umsatzwachstum von 9,3 Prozent erreicht worden. Für die Stabilität des längerfristigen Aufwärtstrends sprächen eindeutig die Investitionspläne der Unternehmen, die in den Kernbereichen der Metall- und Elektroindustrie eine Aufstockung der Investitionen vorsähen. Demnach lägen Auftragseingänge in den ersten fünf Monaten des Jahres 2005 um 6,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Laut IG Metall geht das starke industrielle Wachstum mit hohen Produktivitätszuwächsen einher. Im Jahr 2004 habe die Produktivitätssteigerung im Osten mit plus 9,2 Prozent deutlich höher als im Westen mit plus 6,1 Prozent gelegen.

Für große Teile der neuen Länder sei das Wort „Deindustrialisierung“ zu streichen, heißt es in der Analyse weiter. In Sachsen und Thüringen gebe es mittlerweile mehr Arbeitsplätze pro Einwohner in der Industrie als in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Nach Angaben der IG Metall sind die Betriebe hoch wettbewerbsfähig, wie die kräftigen Zuwächse gerade auch bei den Exporten zeigten. Die Lohnstückkosten in der Industrie lägen inzwischen fast 10 Prozent unter westdeutschem Niveau. Dem gegenüber stehe die weiterhin sehr hohe Arbeitslosigkeit in den ostdeutschen Bundesländern.

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