Vetternwirtschaft im Freistaat

Einen „Höhepunkt in Sachen Postenschacherei dieser Landesregierung“ sieht der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Christoph Matschie, in der Besetzung des Chefpostens des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) mit Dr. Bernd Uwe Althaus.

Wichtige Funktionen im Freistaat an Inhaber des CDU-Parteibuches zu vergeben, werde von der CDU-Landesregierung seit Jahren praktiziert. Dass jetzt aber der Bruder von Ministerpräsident Althaus als derjenige präsentiert wird, der sich in einem Auswahlverfahren ? laut Kultusminister Goebel lag es „in den Händen eines renommierten deutschen Personalberatungsunternehmens“ ? gegen zahlreiche Bewerber durchgesetzt hat für die wichtige Führungsposition in einer oberen Thüringer Fachbehörde, sei eine neue Qualität hemmungsloser Vetternwirtschaft.

Die SPD-Fraktion wird für die nächste Sitzung des Bildungsausschusses im Thüringer Landtag eine Offenlegung des Auswahlverfahrens sowie Auskunft über die Kosten für dessen Durchführung durch das renommierte deutsche Personalberatungsunternehmen einfordern.

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