KMK-Bildungsbericht ist Strafzettel für CDU-Landesregierung!

„Bei der Bildung steht die CDU-Landesregierung im Parkverbot. Der aktuelle Bildungsbericht ist der Strafzettel dafür“, warnt Christoph Matschie. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, die Probleme nicht schön zu reden. „Die zentralen Kritikpunkte der Experten zeigen auch die ungelösten Probleme in Thüringen.“

Großer Personalbedarf besteht im Bereich der frühkindlichen Bildung, 50.000 zusätzliche Fachkräfte werden bundesweit benötigt – steht im Bericht „Bildung in Deutschland 2008“. „Thüringen hat das gleiche Problem. Bei uns fehlen mindestens 2000 Erzieherinnen und Erzieher“, ergänzt Christoph Matschie. „Wir müssen schnell für ausreichende Stellen sorgen und unsere Kindergärtnerinnen auch ordentlich bezahlen. Die Millionen-Kürzungen der CDU-Landesregierung durch die Familienoffensive müssen ein Ende haben.“

In Deutschland bestimmt noch immer viel zu sehr die Herkunft die Zukunft. Auch der heute vorgestellte Bildungsbericht der Kultusministerkonferenz (KMK) kritisiert den verstärkten Einfluss des „sozialen Status der Herkunftsfamilie“. Matschie will diesen Kreislauf durchbrechen: „Kein Kind darf wegen seiner Herkunft auf der Strecke bleiben. Das international erfolgreiche Modell heißt längeres gemeinsames Lernen. Wir haben das in unser Vorhaben der Thüringer Gemeinschaftsschule übersetzt. Damit ist Schluss, mit der frühen Trennung nach Klasse 4.“

Viel zu viele Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss: „Thüringen liegt bei den Schulabbrechern über dem Bundesdurchschnitt. Jeder 12. Schüler geht in Thüringen leer aus“, mahnt Matschie. Er will jedem Schüler die Chance auf einen Abschluss geben. „Wir kennen das: Ohne Ausbildung keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig fehlen immer mehr Fachkräfte. Diese Kluft darf sich nicht weiter öffnen.“

Matschie fordert die Landesregierung auf in die Gänge zu kommen: „Stillstand bei der Bildung bremst in der Wissensgesellschaft alle anderen Entwicklungen.“

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