Landesregierung soll sich stärker für Opel-Werk einsetzen

Die Thüringer Landesregierung muss sich stärker für Opel einsetzen und klar machen, dass eine Schließung des Opel-Werkes in Eisenach verheerende Folgen für die Wirtschaftsentwicklung im Freistaat hätte, fordert Christoph Matschie. „Wenn die Bundeskanzlerin Opel die Systemrelevanz abspricht – mit dem Ziel, staatliche Hilfen für nicht notwendig zu erklären – verkennt sie die prekären wirtschaftlichen Folgen, gerade für ein neues Bundesland wie Thüringen. Merkel unterschätzt den Ernst der Lage“, warnt der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Thüringens Landesregierung müsse sich innerhalb der CDU für den Erhalt des Opel-Standortes Eisenach stark machen.

„Fakt ist, dass die Opel-Standorte wichtige industrielle Schwerpunkte sind, an denen Tausende von Arbeitsplätzen hängen. Allen muss klar sein, dass die Fehler vom Anfang der 90er Jahre nicht wiederholt werden dürfen – als in den neuen Bundesländern ganze Landstriche deindustrialisiert wurden. Die Regionen wirtschaftlich wieder zu beleben, ist unterm Strich nicht nur teurer, sondern auch sehr langwierig“, so Matschie weiter.

Der SPD-Fraktionschef sieht sich in seiner Argumentation bestätigt durch eine aktuelle Studie des Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Deren Ergebnisse besagen, dass eine Insolvenz des Automobilherstellers Opel staatliche Hilfen im Umfang von mindestens 6,5 Milliarden Euro kosten würde. Die Summe ergebe sich aus dem Arbeitslosengeld der betroffenen Mitarbeiter von Opel und in den Zulieferbetrieben. Laut Studie würden rund 100 000 Beschäftigte und Zeitarbeiter betroffen sein. 6,5 Milliarden Euro Staatshilfe im Falle einer Insolvenz von Opel stünden die 3,3 Milliarden Euro gegenüber, die Opel jetzt zur Überbrückung der Krise als Staatshilfe fordere.

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