Matschie erinnert an Gründung der SDP in der DDR

„Sozialdemokraten gehörten zu den aktivsten Gestaltern der friedlichen Revolution 1989 in der DDR. Sich für den Erhalt der Freiheit immer wieder neu einzusetzen, bleibt Richtung und Ziel sozialdemokratischer Politik.“ Mit diesen Worten erinnert der Landesvorsitzende der SPD Thüringen, Christoph Matschie, an die Gründung der SDP in der DDR am 7. Oktober 1989 in Schwante.

Als zwischen Oktober und Dezember 1989 überall im Land immer mehr Menschen auf die Straßen gingen, habe er gespürt, dass die Entwicklung hin zu Demokratie und Freiheit unumkehrbar war, betont Matschie, der im Wendeherbst die SDP in Jena mit aufbaute. Wenig später gehörte er zu den Vertretern der Sozialdemokratie am Runden Tisch der DDR.

„Die SDP war die erste und einzige neue Partei. Sie stellte den Herrschaftsanspruch der SED grundsätzlich in Frage und verkörperte auf diese Weise glaubwürdig den Aufbruch in die neue Zeit“, so Matschie. Die SPD habe in Thüringen seither aktiv am Neuaufbau des Landes mitgewirkt. Das habe die Partei besonders auch in Regierungsverantwortung zwischen 1994 und 1999 sowie seit 2009 unter Beweis gestellt.


Hintergrund:
Die SDP wurde am 7. Oktober 1989 in Schwante bei Berlin gegründet. Hauptinitiatoren waren die evangelischen Theologen Markus Meckel und Martin Gutzeit. Auf der Gründungsversammlung im Pfarrhaus in Schwante nahmen rund 50 Personen teil. Die SDP vereinigte sich am 26. September 1990 in Berlin mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

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