Jüdische Studien werden an Thüringer Hochschulen gestärkt / Matschie: „Jüdisches Leben bereichert die Gesellschaft“

Am Hochschulstandort Erfurt werden die jüdischen Studien gestärkt. Wie Thüringens Wissenschaftsminister Christoph Matschie informiert, soll dazu der entsprechende Bereich an der Universität Erfurt ausgebaut werden. Vorgesehen ist die Einrichtung von Gastprofessuren. 10 bis 15 ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen so auf dem Gebiet der Jüdischen Studien in Erfurt forschen. Dazu hat die Universität Förderanträge beim Bundesministerium für Bildung und Forschung gestellt.

„Die Universität Erfurt hat in den Religionswissenschaften einen profilbildenden Schwerpunkt gesetzt. Diesen wollen wir mit dem Ausbau der jüdischen Studien gezielt stärken“, unterstreicht Matschie. Der Wissenschaftsrat hatte sich in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen unter anderem für den Ausbau jüdischer Studien ausgesprochen.

An der Fachhochschule Erfurt wird nach Matschies Angaben in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland ein neuer Masterstudiengang „Interkulturelles Management“ eröffnet. Dieser richte sich an zukünftige Führungskräfte der jüdischen Gemeinde, sei aber auch für andere Bewerber offen. Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung interkultureller Kompetenzen und des entsprechenden Managementwissens. Er wird am 8. Oktober an der Fachhochschule feierlich eröffnet.

„Die Stadt Erfurt hat lange in die Geschichte zurückreichende jüdische Traditionen. Das Leben der jüdischen Gemeinde erblüht heute wieder. Mit dem Weltkulturerbeantrag der jüdischen Stätten und dem Ausbau der jüdischen Studien setzen wir weitere Impulse und zeigen damit, dass die jüdische Kultur und das jüdische Leben unsere Gesellschaft bereichern“, unterstreicht Matschie.

Quelle: TMBWK

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