Matschie fordert Bildungspakt: „Maßnahmen gegen Fachkräftemangel jetzt forcieren“

Christoph Matschie, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, fordert einen Bildungspakt für Thüringen. Er fordert die Thüringer Landesregierung auf, nach der heutigen Unterzeichnung des Ausbildungspaktes das Thema Bildung in den Mittelpunkt zu rücken, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu treten.

„Schon jetzt ist absehbar, dass in den kommenden Jahren immer mehr Fachkräfte fehlen. Das bremst die wirtschaftliche Entwicklung enorm. Deshalb brauchen wir eine Zukunftsstrategie, die gute Schule, gute Ausbildung und lebenslanges Lernen zusammenführt. Das sind die wichtigsten Säulen, auf die wir unsere Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel stellen müssen“, sagt Matschie.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende schlägt einen konkreten Handlungskatalog vor.

Erstens: Die Landesregierung verpflichtet sich, mehr Schüler als bisher zu einem Abschluss zu führen, der sie befähigt, eine Lehre aufzunehmen. Noch verlassen zu viele Schüler die Schule ohne Abschluss oder mit schwachen Leistungen.

Zweitens: Ein wissenschaftlicher Fachkräftemonitor soll den Fachkräftebedarf der wichtigsten Thüringer Wirtschaftsbranchen analysieren. Auf dieser Basis sollen dann gezielt junge Leute für die einschlägigen Berufsausbildungen oder Studiengänge geworben werden.

Drittens: Neben der Sicherung von Ausbildungsplätzen kümmert sich die Landesregierung gemeinsam mit den Kommunen und den Kammern um ein zukunftsfähiges Berufsschulnetz. Seit langem ist klar, dass die bestehenden Berufsschulstrukturen unter Druck geraten, weil die Schülerzahlen massiv zurückgehen.

Viertens: Die Weiterbildung wird gestärkt. Mit einem Bildungsfreistellungsgesetz schaffen wir eine sichere Rechtsgrundlage für alle Arbeitnehmer und stärken kleine Unternehmen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Schreibe einen Kommentar