Matschie: Klage gegen Juniorprofessur zurückziehen

Anlässlich der mündlichen Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die 5. HRG-Novelle fordert der Vorsitzende der SPD Thüringen, Christoph Matschie, Ministerpräsident Dieter Althaus auf, die Klage der Landesregierung vorm Bundesverfassungsgericht zurückzuziehen.

„Wir müssen dem wissenschaftlichen Nachwuchs zeitgemäße und international vergleichbare Karrierewege anbieten, damit die besten Köpfe hier in Deutschland bleiben. Die jungen Wissenschaftler wollen nach der Promotion eigenständig forschen und lehren und brauchen Planungssicherheit für ihre berufliche Zukunft. Mit einem Berufungsalter von durchschnittlich 42 Jahren für Professorinnen und Professoren ist Deutschland längst nicht mehr international konkurrenzfähig“, erklärte Matschie.

Althaus solle einer modernen Entwicklung an den Thüringer Hochschulen nicht länger im Wege stehen. Die tägliche Praxis sei ohnehin schon viel weiter. Die Juniorprofessur sei an Thüringer Universitäten längst eingeführt. Dort wurden in den letzten beiden Jahren im Rahmen der Bundesförderung 40 Juniorprofessuren eingerichtet. „Die Thüringer Hochschulen brauchen keinen Rechtsstreit sondern Rechtssicherheit bei der Einrichtung von Juniorprofessuren“, so Matschie.

Im Februar 2002 war die Juniorprofessur durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der 5. Novelle des Hochschulrahmengesetzes (HRG) eingeführt worden. Sie ermöglicht jungen Wissenschaftlern schon frühzeitig Eigenständigkeit beim Forschen und Lehren.

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