Matschie sieht sich bei Forderung nach Verbesserungen im Schulsystem von Thüringer Wirtschaft bestätigt

Ideologische Sturheit in der Bildungspolitik und Versagen beim Bürokratieabbau attestiert SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Matschie der CDU-Landesregierung. Matschie sieht sich in seiner Kritik im Einklang mit einem Gutteil der Thüringer Unternehmer. Diese hatten sich in einer vom Verband der Wirtschaft Thüringens in Auftrag gegebenen Umfrage zu den genannten Problemfeldern geäußert.

Danach hat sich für fast 60 Prozent der Befragten das dreigliedrige Schulsystem nicht bewährt. Auch beim Bürokratieabbau, den Ministerpräsident Althaus in der Vergangenheit zur „Chefsache“ erklärt hatte, habe die Landesregierung geschlafen. Für fast 70 Prozent der befragten Unternehmer sei es zu keinem spürbaren Bürokratieabbau gekommen. Verbesserungsbedarf sehen die befragten Unternehmer auch bei der Arbeit der Thüringer Verwaltung: 40 Prozent verweisen laut Umfrage auf mangelnde Wirtschaftsfreundlichkeit.

„Wir brauchen dringend ein Schulsystem, das stärker fördert statt zu sortieren“, sagt Matschie. Die SPD-Fraktion habe mit ihrem Modell der „Thüringer Gemeinschaftsschule“ einen gangbaren Weg aufgezeigt. Dort lernen die Kinder von der 1. bis zur 8. Klasse gemeinsam und werden individuell gefördert. Weniger Bürokratie könne durch eine noch stärkere Bündelung der Aktivitäten von Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), Thüringer Aufbaubank und der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) erreicht werden.

Matschie: „Thüringen als Wirtschaftsstandort würde durch diese Veränderungen deutlich gestärkt werden.“

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