Matschie zum 100. Geburtstag von Willy Brandt: „Ideale von Freiheit und Demokratie sind hochaktuell“

„Willy Brandt ist ein Vorbild für heutige Generationen. Seine Art Politik zu machen und sein besonderer Einsatz für Freiheit und Demokratie haben ihn zu einer politischen Symbolfigur weit über die Grenzen unseres Landes hinaus gemacht.“ Das unterstreicht Thüringens SPD-Landesvorsitzender Christoph Matschie aus Anlass des 100. Geburtstages von Willy Brandt. Der einstige Bundeskanzler, SPD-Vorsitzende und Friedensnobelpreisträger war am 18. Dezember 1913 in Lübeck geboren worden.

Willy Brandt gehöre zu den größten deutschen Politikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Der Kampf gegen das NS-Regime habe ihn genauso geprägt wie sein Einsatz beim Aufbau eines neuen, demokratischen Deutschland. „Dass die Deutschen ihre Lektion aus der Geschichte gelernt haben und die Menschen in Europa das deutlich wahrnehmen konnten, haben wir nicht zuletzt Willy Brandt zu verdanken“, erinnert Matschie an den berühmt gewordenen Kniefall von Warschau. Mit dieser symbolischen Geste verneigte sich der damalige Bundeskanzler vor den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. „Das hat das Bild der Deutschen in der Welt verändert“, unterstreicht Matschie.

Die von Brandt Anfang der 1970-er Jahre betriebene Ostpolitik sei die Grundlage für das spätere Zusammenwachsen Deutschlands und Europas gewesen. „Er hat den Menschen im Osten trotz politischer Eiszeit Hoffnung und Zuversicht gegeben. Das werden wir ihm nie vergessen“, betont Matschie und erinnert an den Besuch von Willy Brandt in Erfurt. Tausende Thüringer hatten sich 1970 in der heutigen Landeshauptstadt versammelt und immer wieder „Willy, Willy!“ gerufen. „Keine Frage: Er war ein Wegbereiter für die Veränderungen von 1989“, so Matschie. „Den Mut und Willen zu Freiheit und Demokratie hat Willy Brandt beispielhaft vorgelebt. Seine Ideale sind auch heute hochaktuell.“

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