Rotstift-Politik Thüringen als Wissenschaftsland

„Keinen Grund zur Selbstzufriedenheit in der Forschungsförderung“ sieht der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Christoph Matschie, mit Blick auf den jetzt vorgelegten Evaluierungsbericht zur Verbundforschung von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Thüringen.

Matschie kritisierte die im Landeshaushalt 2005 vollzogene Kürzung in der Verbundforschung als ?Anschlag auf das Wissenschaftsland Thüringen?. Seit Jahren leide die Verbundforschung ? die gemeinsame Forschung von Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und Unternehmen ? unter drastischen Mittelstreichungen durch das Land. 1999 standen ihr noch 33,1 Millionen Euro zur Verfügung, im Haushaltsjahr 2004 waren es lediglich 12,1 Millionen Euro. Im Etat 2005 wurde die Verbundforschung um weitere 1,2 Millionen Euro gekürzt.

„Hier wird Thüringens Zukunft kaputt gespart. Es wird höchste Zeit, wieder mehr in die wirtschaftliche Leistungskraft zu investieren, statt unsinnige Subventionen aufrecht zu erhalten“, sagte Matschie. Er kritisierte außerdem, dass die Landesregierung in erschreckendem Widerspruch zu der von ihr Anfang 2004 selbst eingesetzten Expertenkommission „Wissenschaftsland Thüringen“ handele. Diese hatte in einem im März 2004 veröffentlichten Gutachten die Landesregierung aufgefordert, die Mittel für die Verbundforschung nachhaltig zu erhöhen, um nicht die wissenschaftliche und ökonomische Leistungsfähigkeit Thüringens zu gefährden.

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