Matschie: Berufsschule in Jena muss erhalten bleiben

Das Berufsschulzentrum Jena-Göschwitz bedarf einer dringenden Sanierung. Ansonsten droht sogar die Schließung dieser für den Standort Jena so wichtigen Einrichtung.

Christoph Matschie besuchte am 20. Mai 2005 das Staatliche Berufsbildende Schulzentrum Jena-Göschwitz, um sich über den Stand der Sanierungsplanungen zu informieren. Der Jenaer Landtagsabgeordnete führte Gespräche mit dem Schulleiter Herrn Rempke und KIJ, dem Träger der Einrichtung. Am Berufsschulzentrum werden 2.700 Schüler unterrichtet. Das Gebäude wurde seit den 1970er Jahren nicht mehr saniert.

Matschie sagte im Anschluss an seinen Informationsbesuch:

„Seit langer Zeit wird jetzt schon über die Notwendigkeit einer Sanierung des Berufsschulzentrums diskutiert. 2003 wurde beim Land der Antrag auf Förderung gestellt. Bis heute gibt es aber lediglich eine Eingangsbestätigung. Bearbeitet oder gar entschieden hat das Land offenbar überhaupt nichts. Dieser Zustand kann nicht angehen, zumal dem Berufsschulzentrum die Zeit fehlt. Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften wurden aufgrund des Bauzustandes nur befristet erteilt. Fenster, Heizung und Stromanlage entsprechen noch den DDR-Standards. Eine Nutzungsgenehmigung wurde aufgrund des Bauzustandes wegen der nicht eingehaltenen Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften nur befristet erteilt.

Ich habe mir das Gebäude und die Klassenräume genau angeschaut. Schon auf den ersten Blick wird klar, dass hier endlich etwas passieren muss. Ansonsten droht das Berufsschulzentrum Göschwitz im Sanierungsstau unterzugehen. Die Verzögerungstaktik der Landesregierung ist für mich nicht nachvollziehbar. Schließlich ist das Berufsschulzentrum von vitalem Interesse für die Stadt und für die Wirtschaft. Ich halte es für undenkbar, dass Thüringens wichtigster Industriestandort ohne ein eigenes Berufsschulzentrum da stehen soll. Es kann nicht die Lösung sein, dass die Jenaer Berufsschüler künftig ins Umland ausweichen müssen.

Die Stadt, die Wirtschaft und das Handwerk wollen die Sanierung der Berufsschule. Weshalb die Landesregierung die Notwendigkeit aber nicht sieht, bleibt schleierhaft. Ich werde deshalb mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln den entsprechenden Druck machen. Ich werden die Landesregierung auffordern, endlich Farbe für das Berufsschulzentrum in Göschwitz zu bekennen.“

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