Schubert zu Kündigungen im Landesforst: Personalvertretungsrecht nicht mit Füßen treten

Mit Unverständnis reagiert Dr. Hartmut Schubert, zuständig für den Bereich Forstwirtschaft im Regierungsteam von Christoph Matschie, auf die jetzt bekannt gewordenen Kündigungsverfahren gegen neun junge Waldarbeiter im Landesdienst. Der SPD-Politiker weist darauf hin, dass im Forstwesen – so wie in anderen Bereichen der Landesverwaltung auch – eine dramatische Überalterung droht.

„Die Kündigungen sind absolut kurzsichtig. Schon in wenigen Jahren droht ein massiver Fachkräftemangel. Der Personalnot muss das Land jetzt gezielt mit längerfristigen Einstellungen entgegenwirken, das wäre vorausschauende Politik.“

Ob es tatsächlich – wie Landwirtschaftsminister Sklenar verlauten lasse – keine einzige Stelle für die Waldarbeiter gebe und ob eine solche Begründung trage, muss geklärt werden, sagt Schubert. Besonders fragwürdig sei, dass es sich bei den gekündigten Forstleuten um gewählte Vertreter der Auszubildenden handele, die durch das Personalvertretungsrecht des Landes geschützt seien.

Schubert: „Der Schutz des Personalvertretungsrechts steht nicht zur Disposition, das Recht darf nicht mit Füßen getreten werden.“

Für Schubert stellt sich zudem die Frage, ob dieses Vorgehen möglicherweise der Einstieg in betriebsbedingte Kündigungen im Landesforst und vielleicht in der gesamten Landesverwaltung sein könnte. Schließlich sei der Forstbereich in Thüringen schon in der Vergangenheit das Experimentierfeld für „Reformen“ zu Lasten der Landesbediensteten gewesen.

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