Thüringer SPD erinnert an Rudolf Breitscheid

Heute vor 68 Jahren kam Rudolf Breitscheid im Konzentrationslager Buchenwald ums Leben. Wie schon in den vergangenen Jahren, erinnerten auch heutigen Tag zahlreiche Sozialdemokraten und Gäste, darunter der Buchenwald-Überlebende und Weimarer Ehrenbürger Ottomar Rothmann an den ehemaligen preußischen Innenminister und Fraktionsführer im Reichstag.

Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf erinnerte in seiner Rede an den Außenpolitiker Breitscheid, seine Zeit im französischem Exil und zahlreiche Leidensgenossen Breitscheids die im Anschluss an die Flucht nach Frankreich, ebenfalls im KZ-Haft starben. Auch an Breitscheids Frau, die Feministin und Sozialdemokratin Tony Breitscheid erinnerte der OB der Klassikerstadt und würdigte ihre Verdienste für die Frauenbewegung.

Die Vorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Elke Pudszuhn wusste mit Zeitzeugenberichten von Mithäftlingen Breitscheids zu beeindrucken und mahnte ein Verbot der NPD an.

Der Bundestagsabgeordnete für Weimar und Erfurt, Carsten Schneider der die Grüße von SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier überbrachte, lobte den Weimarer Einsatz gegen Rechtsextremismus als konsequente Reaktion auf Weimars wechselhafte Geschichte als herausragend und vorbildhaft.

Hauptredner Steffen Lemme, SPD-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender von MOBIT, der mobilen Beratung in Thüringen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus betonte den Wert von Freiheit und Demokratie. „Das Nazis unerkannt 10 Jahre mordend durch Deutschland ziehen konnten, muss als Beleg dafür dienen, das unsere Freiheit und Demokratie immer Angriffen ausgesetzt ist“, so Lemme. Auch Lemme, der sich als Vorkämpfer gegen Rechtsextremismus einen Namen gemacht hat, forderte erneut das Verbot der NPD.

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