Thüringer Städte in Sachen Familienfreundlichkeit mit vorn

Familienfreundlich – damit Thüringer Regionen dieses von Initiatoren des Familienatlas 2007 verliehene Prädikat erhalten bleibt, muss die Landesregierung die Kürzungen der Landeszuschüsse für Kindertagesstätten schnellstens wieder zurücknehmen und die Landesförderung auf das ursprüngliche Niveau bringen.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Christoph Matschie, fordert außerdem: „Das Land darf die Kommunen bei ihrer Fürsorge für eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung nicht im Regen stehen lassen.“ Lobende Worte findet er für die verantwortlichen Kommunalpolitiker, Erzieherinnen in den Einrichtungen und lokalen Familienbündnisse vor Ort, die mit kommunalem Geld und großem Einsatz die Kinderbetreuung in guter Qualität aufrechterhalten. „Die Kürzungen durch die Landesregierung sind durch den Kraftaufwand der Kommunen – vielerorts auch durch eine Erhöhung der Elternbeiträge – aufgefangen worden“, so Matschie. In vielen Fällen sei es zu Arbeitszeit-Kürzungen der Erzieherinnen, größeren Gruppen und einer Arbeitsüberlastung des pädagogischen Personals gekommen. Die gestiegene Krankenquote bei Erzieherinnen sei laut Vertretern der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ein deutliches Indiz dafür. Das sei für die Kinder, Erzieherinnen sowie die Familien- und Stadtkassen langfristig schädlich.

„Die Landesregierung hat angesichts ihrer mit dem Kindertagesstättengesetz vollzogenen Kürzungen keinerlei Anlass, sich der Familienfreundlichkeit zu preisen. Hier schmückt sich Althaus mit fremden Federn“, sagt Matschie.

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