Weimarer Schule in bundesweitem Ganztagsschulwettbewerb ausgezeichnet

Den weiteren Ausbau des Ganztagsschulnetzes in Thüringen fordert Christoph Matschie, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, anlässlich der bevorstehenden Auszeichnung der offenen Ganztagsschule Christoph-Martin-Wieland in Weimar.

Die Grundschule, an der nach den Prinzipien von Jenaplan unterrichtet wird, hatte am bundesweiten Ganztagsschulwettbewerb „Zeigt her eure Schule“ teilgenommen und gehört nun zu den insgesamt elf Preisträgerschulen. Die Schule kümmert sich insbesondere um das musikalische Können der Grundschüler und kooperiert dafür eng mit Musikschulen, der Hochschule für Musik und anderen Partnern.

„An dieser Schule lässt sich hervorragend aufzeigen, dass Schulen in Deutschland ? trotz PISA-Schocks und vielfacher Überforderung von Lehrern ? nach modernen Prinzipien erfolgreich arbeiten könnten“, sagte Matschie kurz vor der Verleihung des Preises am kommenden Dienstag in Berlin. Dass es sich bei der Christoph-Martin-Wieland-Schule um eine Ganztagsschule handele, freue ihn besonders. Schließlich habe sich die SPD-Fraktion immer für den Ausbau der Ganztagsschulen in Thüringen eingesetzt, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende und verwies auf ein entsprechendes Programm der rot-grünen Bundesregierung für Ganztagsschulen. So habe die Schule aus dem Bundesprogramm 3,9 Millionen Euro Förderung erhalten ? „gut angelegtes Geld“, so Matschie.

Der Fraktionsvorsitzende fordert die Landesregierung auf, ihre inhaltlichen und pädagogischen Vorbehalte gegen Ganztagsschulen ad acta zu legen und sich uneingeschränkt für diese zeitgemäße und erfolgreiche Schulform einzusetzen. Ganztägige Angebote sicherten schließlich nicht nur die Möglichkeit, begabte Schüler besonders zu fördern, sondern auch dafür zu sorgen, dass schwächere nicht zurückbleiben.

Der Wettbewerb, an dem die Schule teilgenommen hat, ist Bestandteil des Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ der Deutschen- und Jugendstiftung (DKJS). Das Programm wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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