9. November 1989: Den Mut des Aufbruchs bewahren

Christoph Matschie schaut zurück auf den 9. November 1989. Der Tag, an dem die Mauer fiel, jährt sich zum 15. Mal. Der Vorsitzende der SPD Thüringen erinnert an den Mut des Aufbruchs.

„Der Fall der Mauer vor 15 Jahren ist mehr als eine Randnotiz der deutschen Geschichte. Der Wunsch nach Freiheit und Demokratie hat sich im Herbst 1989 Platz geschaffen ? friedlich, aber trotzdem unaufhaltsam.

Wie wichtig diese Erfahrung für unser ganzes Land ist, wird zum gleichen Datum deutlich. Denn an diesem Tag kreuzen sich die unterschiedlichsten Wegmarken unserer Geschichte: Die Ausrufung der ersten deutschen Republik, die Reichspogromnacht, der Mauerfall. Für all diese Ereignisse steht dieser 9. November. Der Tag ist ein deutsches Symbol. In ihm spiegeln sich Freiheit und Unterdrückung.

Im Tauziehen der Geschichte haben Freiheit und Demokratie letztlich die Oberhand gewonnen. Das ist ein Glücksfall. Aber ohne unser aller Engagement war das nicht möglich – das sollten wir nie vergessen.
Und auch den Mut den wir vor 15 Jahren in uns trugen, sollten wir nicht vergessen. Denn wir sind noch lange nicht dort, wo wir ankommen wollen.

Freiheit und Demokratie brauchen unseren Einsatz Tag für Tag – das zeigen auch die aktuellen Aufmarschversuche der Rechtsextremen. Und auch die Einheit unseres Landes verlangt uns noch einiges ab.

Aber bei aller Schwierigkeit: Die Kraft dafür haben wir.

Wir Ostdeutsche haben vor 15 Jahren die Mauer aus dem Weg geräumt. Kaum einer hätte das zuvor für möglich gehalten.

Wenn wir den Mut des Aufbruchs vor 15 Jahren bewahren, kommen wir auch unserem Ziel einer freien und gerechten Gesellschaft Schritt für Schritt näher.“

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Allgemein

Schreibe einen Kommentar