Matschie unterstützt Forderung nach Gebietsreform

Eine umfassende Verwaltungsreform in Verbindung mit einer Gebietsreform forderte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, Christoph Matschie, am Montag in Erfurt.

Er verwies auf Äußerungen von Regierungsmitgliedern und CDU-Landtagsabgeordneten vom Wochenende und sagte Thüringens Innenminister Gasser in seinem Ruf nach einer Gebietsreform Unterstützung zu.

Matschie kritisierte gleichzeitig Thüringens Ministerpräsident Althaus, der eine Gebietsreform nach wie vor ablehne. ?Thüringen hat mit 1000 in etwa so viele selbstständige Gemeinden wie Niedersachsen?, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Dagegen habe Niedersachsen bei ebenso vielen Landkreisen aber weit mehr Einwohner. Es sei an der Zeit, die in den 90er Jahren in Thüringen entwickelten Strukturen der damaligen Gebietsreform zu korrigieren.

Angesichts stetig sinkender Bevölkerungszahlen und immer knapperer Finanzen sei es geradezu unausweichlich, für gestraffte Strukturen zu sorgen. Nötig sei, die Zahl der Landkreise in etwa zu halbieren. Das müsse mittelfristig mit dem Übergang von der dreistufigen zur zweistufigen Verwaltung verbunden sein. Auch die in diesem Zusammenhang immer wieder geforderte Auflösung des Landesverwaltungsamtes in Weimar dürfe kein Tabu sein. ?Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Tatsachen ins Auge zu sehen und Thüringen fit für die Zukunft zu machen?, sagte Matschie.

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