Christoph Matschie zum 9. November 2008

Anlässlich des 9. November 2008 appelliert Christoph Matschie an mehr Zivilcourage, Selbstvertrauen und Mut für einen neuen Aufbruch. Der 9. November stehe als vielschichtiger Tag in der deutschen Geschichte – sowohl für die schrecklichen Verbrechen des Nationalsozialismus an Millionen Juden im Zweiten Weltkrieg, als auch für den Fall der Mauer im November 1989 und die deutsche Wiedervereinigung.

„Wir halten inne und gedenken der Menschen, denen im Dritten Reich so schweres Leid zugefügt wurde. Und wir müssen uns entschlossen und energisch mit Zivilcourage den rechten Tendenzen in unserer Gesellschaft, dem Erstarken des Rechtsextremismus, entgegenstellen“, sagt der Vorsitzende der Thüringer SPD.
In Erinnerung an den 9. November 1989 und den Glücksfall der Deutschen Einheit plädiert Matschie für Stolz auf das Erreichte und mehr Mut für einen neuen Aufbruch: „Die Stimmung von ´89 kann uns auch heute helfen, weiter voran zu kommen.“ Bei all den Problemen, die noch vor uns liegen, müssten die erkämpften Grundwerte wie Demokratie und Freiheit entschlossen verteidigt werden. Es gelte vor allem, die soziale Balance in der Gesellschaft zu sichern. „Wir haben die Kraft dafür. Bringen wir den Mut auf, die Schritte der Einheit entschlossen weiterzugehen – hin zu einer freien und gerechten Gesellschaft, in der jeder seinen Platz findet.“
Ostdeutsche könnten dabei mit Selbstvertrauen ihre besonderen Erfahrungen einbringen: „Wer hätte gedacht, dass es zu schaffen ist, mit friedlichen Mitteln die Mauer einzureißen und die Wiedervereinigung zu erreichen. Mittlerweile hat der Westen einiges vom Osten gelernt: Eine flächendeckende Kinderbetreuung und längeres gemeinsames Lernen in der Schule gehören dazu.“

Erfurt, 07.11.2008

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Allgemein

Schreibe einen Kommentar