Gemeinsame Erklärung zum 1. Mai 2008

Gute Arbeit muss drin sein!– Leiharbeit gesetzlich begrenzen

Unter dem Motto „Gute Arbeit muss drin sein – Leiharbeit gesetzlich begrenzen“ rufen der DGB, Die Linke, die SPD und Bündnis90/DieGrünen in Thüringen zur Teilnahme an den Mai-Kundgebungen im Land auf.

Neue entstandene Arbeitsplätze sind meist prekäre Jobs. Statt reguläre Beschäftigung zu schaffen, setzen viele Arbeitgeber auf Leiharbeit. Das wird nicht selten als Instrument für Lohndumping und Tarifflucht missbraucht. Dabei werden weite Teile der Kernbelegschaft durch Leiharbeiter ersetzt. Entstehen im Freistaat neue Jobs – so entstehen drei von vier in der Leiharbeit.

Wie ernst die Lage ist, führt die aktuelle Entwicklung bitter vor Augen. In Thüringen werden bundesweit die niedrigsten Löhne gezahlt. Wir liegen damit auf einem Niveau von 71 Prozent der alten Bundesländer. Thüringen hat nach Bremen und Hamburg bundesweit die höchste Leiharbeitsquote. Von den seit 2005 neu entstandenen 17.500 Arbeitsplätzen sind 13.000 in der Leiharbeit entstanden. Leiharbeit in Thüringen steht für niedrige Entlohnung bei hoher sozialer Unsicherheit.

Mit unserem gemeinsamen Aufruf zum 1. Mai 2007 setzen wir ein Zeichen!

• Wir wollen einen Mindestlohn für die Leiharbeit auf der Grundlage des DGB-Tarifvertrages durch die Einbeziehung der Leiharbeit in den Geltungsbereich des Entsendegesetzes.
• Wir wollen gleichen Lohn für gleiche Arbeit in den Entleihbetrieben.
• Wir wollen die Stärkung der Rechte des Betriebsrates im Entleihbetrieb bezüglich der Eingruppierung der Leiharbeiter.
• Wir wollen eine Begrenzung der Leiharbeit hinsichtlich Umfang und Zeitdauer des Einsatzes im Betrieb.

Gute Arbeit muss drin sein! Das heißt, wir wollen reguläre Beschäftigung und damit faire Löhne für harte Arbeit. Es ist höchste Zeit!

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