Keine demokratiefreien Zonen zulassen

Das Thüringer Wirtschaftsministerium und der DGB Hessen-Thüringen haben heute die Beschäftigten in Thüringen aufgerufen, sich aktiv an den Betriebsratswahlen 2010 zu beteiligen. „Betriebsräte sind Ko-Manager ihrer Betriebe und maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg“, sagte Machnig heute in Erfurt.

In einer „Gemeinsamen Erklärung“ werben der Thüringer Wirtschaftsministerium Matthias Machnig und der Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen Stefan Körzell dafür, der betrieblichen Mitbestimmung auch in Thüringen die notwendige Legitimation zu verschaffen.

„Klugen Unternehmern muss daran gelegen sein, die Motivation und das Know-how ihrer Mitarbeiter aktiv zu nutzen“, sagte Machnig. „Dazu gehört auch die Einbindung in betriebliche
Entscheidungsprozesse.“ Zudem sollten auch in Unternehmen ohne Arbeitnehmervertretung Betriebsratswahlen durchgeführt werden können, forderte Matthias Machnig.

„In den Betrieben darf es keine demokratiefreien Zonen geben“, sind sich der Minister und der DGB Vorsitzende einig: Betriebs- und Personalräte seien unverzichtbar für die Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, für sozial verträgliche Arbeitszeiten, für Aus- und Weiterbildung, für die Gleichstellung von Frauen und Männern, für Beschäftigungssicherung, für gerechte Entlohnung sowie für die Umsetzung von Tarifverträgen. „Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe dürfen in einer sozialen Marktwirtschaft
nicht vor den Werkstoren enden.“

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