Kündigungsschutz muss erhalten bleiben

CDU will Kündigungsschutz abschaffen: Matschie beklagt Familienfeindlichkeit und fordert klares Nein von Althaus

Als unannehmbar und ?Kapitalismus pur? bezeichnet Thüringens SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Matschie das Vorhaben der CDU, den Kündigungsschutz in Deutschland aufzuweichen bzw. weitestgehend abzuschaffen. Die Realisierung der Pläne bedeute in weiten Teilen die Abkehr von der Sozialen Marktwirtschaft und würde sich besonders dramatisch auf Familien mit Kindern sowie auf Jugendliche mit wenig Berufserfahrung auswirken. Diese Gruppen wären wegen ihrer besonderen Situation von den Folgen einer solchen Politik am stärksten betroffen.

Matschie sagte, dass die im Wahlkampf der Thüringer CDU immer wieder gepriesene Familienpolitik des Freistaates konterkariert werde, unterstützten die Thüringer Christdemokraten unter Ministerpräsident Althaus die Pläne des CDU-Politikers Merz. ?Arbeitsverhältnisse, die von heute auf morgen gekündigt werden können, tragen nicht dazu bei, dass junge Erwachsene in Thüringen eine Familie gründen und Kinder bekommen?, sagte der Politiker. Schon jetzt sei die Abwanderung enorm hoch.

Fakt sei zudem, dass die Lockerung des Kündigungsschutzes, wie sich in den 90-er Jahren unter der Regierung Kohl gezeigt habe, keine Arbeitsplätze schaffe.

?Die Bundesrepublik Deutschland würde zu den wenigen Ländern der alten EU gehören, die keinen gesetzlich geregelten Kündigungsschutz mehr haben?, sagte der SPD-Politiker mit Verweis auf die jetzige Diskussion. Matschie forderte den Thüringer Ministerpräsidenten auf, wirkliche Familienpolitik zu machen und das Vorhaben klar abzulehnen.

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