Matschie: Aus Katastrophe in Japan die richtigen Lehren ziehen / Zurück zum Atomkonsens

Angesichts der sich zuspitzenden Lage in den japanischen Unglücksgebieten äußerte sich Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie tief betroffen: „Wir alle sind jetzt in Gedanken bei den Menschen und hoffen auf rasche Hilfe für die Opfer“.

Gleichzeitig fordert Matschie, angesichts der nuklearen Katastrophe auch über die Energieversorgung in Deutschland zu nachzudenken. „In einem ersten Schritt müssen die ältesten deutschen Atommeiler abgeschaltet werden. Das gefährdet nicht die Stromversorgung, schafft aber schnell mehr Sicherheit“, so das SPD-Präsidiumsmitglied. Der weitere Atomausstieg müsse wie ursprünglich vorgesehen umgesetzt werden, appelliert Matschie an die Bundesregierung. „Eine sichere Energieversorgung gibt es nur mit dem raschen Ausbau der erneuerbaren Energien. Hier sollten wir unser ganzes Können aus Wissenschaft und Technik einbringen“, unterstreicht der SPD-Landesvorsitzende.

Auch Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig stellte fest: „Japan ist eine Zäsur. Die letzten Tage haben deutlich gemacht: Die Atomenergie ist eine Risikotechnologie, die selbst in einem Hochtechnologie-Land nicht beherrschbar ist.“ Er forderte deshalb: „Was wir brauchen, ist ein kerntechnisches Regelwerk auf dem aktuellsten Niveau von Wissenschaft und Technik“

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