Matschie fordert Chancengleichheit für alle Kinder

Die Rücknahme der so genannten Familienoffensive in Thüringen sowie Verbesserungen bei der frühkindlichen Bildung fordert SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Matschie anlässlich des morgigen internationalen Tag des Kindes.

Mit Verweis auf Initiativen in Rheinland-Pfalz und Berlin forderte Matschie zudem, dass die Kindertagesstätten in Thüringen langfristig kostenfrei sein müssten. Bei der Erarbeitung der entsprechenden Rahmenbedingungen müssten jedoch die Kommunen einbezogen werden: „Wir dürfen diese Aufgabe nicht einfach an die Kommunen weiterreichen.“

Matschie sprach sich zudem dafür aus, das Thüringer Schulsystem mittelfristig zu reformieren: „Damit wir im internationalen Maßstab nicht den Anschluss verlieren, müssen die Kinder länger gemeinsam lernen und individueller gefördert werden.“ Mit Blick auf Gesamtdeutschland sprach er sich für mehr Einheitlichkeit im Bildungssystem aus.

Matschie warnte davor, vor dem Problem der Kinderarmut die Augen zu verschließen. Die Zahlen seien erschreckend: Allein in Thüringen würden 28 Prozent der Kinder als arm gelten. „Das Wort Chancengleichheit darf nicht nur eine Phrase sein, wir alle müssen uns bemühen, dass wir es mit Leben füllen. Eine bessere frühkindliche Bildung und eine individuelle Förderung von Kindern sind ein wichtiger Beitrag dazu“, so der Fraktionsvorsitzende.

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