Matschie fordert deutsches Zentralabitur

„Deutschland ist noch immer ein Flickenteppich unterschiedlicher Bildungslandschaften“, kritisiert Christoph Matschie. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag fordert mehr Einheitlichkeit im deutschen Bildungswesen.

Abstimmungen zwischen den 16 Bundesländern in Bildungsfragen erwiesen sich als äußerst schwierig, oftmals komme gar keine Koordination zustande. Zwar hätten sich einige Bundesländer bereits auf den Weg gemacht – hin zu einer Schule für alle. Andere Länder aber hielten stur am zweigliedrigen oder gar dreigliedrigen Schulsystem fest.

„Der Föderalismus blockiert die dringend notwendige, aufeinander abgestimmte Reform des deutschen Bildungswesens. Für die heutzutage dringend notwendige Mobilität von Familien mit Schulkindern über Landesgrenzen hinweg wird das Schulsystem vor Ort oft zum Glücksspiel“, kritisiert Matschie.

Der SPD-Fraktionschef spricht sich für bundesweit einheitliche und verbindliche Rahmenbedingungen für die Bildung aus. Nur so ließen sich wichtige Reformprojekte wie die Verankerung nationaler Bildungsstandards oder die Einführung eines deutschen Zentralabiturs in einem überschaubaren Zeitraum realisieren.

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