Matschie fordert länderübergreifende Wissenschaftsregion

Als dürftig bezeichnete Christoph Matschie, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, die Ergebnisse des Treffens der Ministerpräsidenten Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts.

„Mitteldeutschland hat gute Voraussetzungen, sich international als starke und entwicklungsfähige Region zu präsentieren. Dafür bedarf es aber mehr als eines quartalsweisen folgenlosen Kaffeekränzchens dreier CDU-Regierungschefs“, sagte Matschie und forderte konkrete und verbindliche Schritte zu einer mitteldeutschen Zusammenarbeit.

Matschie erneuerte seine Forderung nach dem Ausbau einer mitteldeutschen Wissenschaftsregion. Mit einer Kooperation der Universitäten, Hochschulen und Institute in Leipzig, Jena und Halle könne die gesamte Region gestärkt werden, um im europäischen Wettbewerb mithalten zu können.

Im November 2004 hatte die Thüringer CDU ein solches Vorhaben im Landtag abgelehnt. Matschie sagte, er werde seine Initiative für eine mitteldeutsche Wissenschaftsregion weiterführen, die Gespräche in den anderen Bundesländern fortsetzen und dafür werben.

Mit neuen Schlagwörtern, wie dem von den Ministerpräsidenten geprägten Begriff „Metropolregion“ sei den aneinander grenzenden Regionen der drei Länder nicht geholfen. Wichtig seien konkrete Taten, um die ansatzweise vorhandenen Unternehmens- und Wissenschaftsnetzwerke zu unterstützen und auszubauen. Diese seien die Ministerpräsidenten Althaus, Milbradt und Böhmer jedoch erneut schuldig geblieben.

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