Matschie fordert Umkehr in der Thüringer Familienpolitik – Betreuungsquote von unter dreijährigen Kindern gesunken

„Dieter Althaus muss sein Abbauprogramm in Sachen Familienpolitik stoppen. Wir brauchen ein gutes öffentliches Betreuungsangebot für unsere Kinder und neue Impulse bei der Schulbildung – zum Beispiel durch längeres gemeinsames Lernen“, forderte Christoph Matschie am Mittwoch in Erfurt.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende verweist auf eine aktuelle Erhebung der Statistischen Ämter von Bund und Ländern, wonach im vergangenen Jahr die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren in Thüringen – als einzigem Bundesland – gesunken ist.

„Die so genannte Familienoffensive der Landesregierung war ein Flop – mit großen Nachteilen für die Eltern und Kinder. Wir brauchen in der Familienpolitik einen Neustart: Weg von den Millionenkürzungen bei Kindergärten – hin zu einem rechtlich garantierten Betreuungsangebot und zu ausreichenden Öffnungszeiten der Kindergärten bei hoher Qualität. Um Eltern zu entlasten, sollte der Kindergarten Schritt für Schritt gebührenfrei werden, sagt Matschie weiter.

Mit ihrer Familienoffensive hätten die Landesregierung und die CDU-Fraktion in den vergangenen beiden Jahren mehr als 50 Millionen Euro bei den Kindergärten gekürzt.

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Soziales

Schreibe einen Kommentar