Matschie kritisiert Althaus für Blockadehaltung gegen Mindestlohn

„Die permanente Attacke auf Mindestlöhne durch CDU-Politiker offenbart einen Marktfetischismus, der mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun hat“, sagt Christoph Matschie an die Adresse von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert die Blockadehaltung führender CDU-Politiker gegen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn.

Nach Matschies Auffassung muss jeder Mensch von seiner Hände Arbeit leben können. „Menschliche Arbeitskraft ist keine Ware, die man beliebig entwerten und immer billiger machen kann“, warnt Matschie. Dazu komme, dass Arbeit mehr als Geldverdienen ist und für viele Menschen Integration und Kommunikation bedeute. Zudem habe sich Mindestlohn bereits in vielen europäischen Staaten als sozialer Schutzstandard bewährt.

Der SPD-Politiker wendet sich damit gegen die Äußerungen verschiedener CDU-Politiker, die Kritik an der Ausdehnung der Mindestlohn-Vereinbarung im Postsektor auf die gesamte Branche geübt hatten. Für einen gesetzlichen Mindestlohn soll sich der Thüringer Landtag stark machen.

Die SPD-Fraktion wird die Thüringer Landesregierung mit einem Antrag für die bevorstehende Plenarsitzung auffordern, eine Bundesratsinitiative von Rheinland-Pfalz zur Einführung eines Mindestlohnes zu unterstützen.

Schreibe einen Kommentar