Matschie: „Platzecks Abschied ist großer Verlust“

Als einen der „profiliertesten Köpfe der ostdeutschen SPD“ würdigt Thüringens SPD-Landesvorsitzender Christoph Matschie den scheidenden brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Sein Rücktritt sei ein großer Verlust für die Sozialdemokratie und Ostdeutschland insgesamt. 

Mutig und entschlossen habe sich Platzeck seit 1989 in verschiedenen Funktionen für Freiheit, Demokratie und den Neuaufbau des Bundeslandes Brandenburg eingesetzt. „Dabei hat er sich bleibende Dienste erworben. Ich wünsche meinem Freund Matthias Platzeck jetzt vor allem Gesundheit.“ Der brandenburgische Ministerpräsident hatte heute seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen angekündigt.

Matschie nennt Platzeck eine „prägende politische Gestalt“ seit dem Herbst 1989, wo er sich in Umweltgruppen engagiert habe und zusammen mit anderen gegen das SED-Regime aufgestanden sei. Der politische Weg habe ihn Mitte der 1990-er Jahre in die SPD und hier 2005 bis an die Spitze der Bundespartei geführt. Große Verdienste habe sich Platzeck im Krisenmanagement des Oderhochwassers 1997 sowie als Oberbürgermeister von Potsdam erworben. Seit 2002 amtiere Platzeck außerordentlich erfolgreich als Ministerpräsident von Brandenburg. „Er hat das Land voran gebracht und war stets auch Landesvater im besten Sinn. Er wird den Brandenburgern fehlen“, so Matschie.

Platzeck werde auch in der Sozialdemokratischen Partei eine große Lücke hinterlassen, unterstreicht der SPD-Landesvorsitzende. 

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