Matthias Machnig: „Zweckoptimismus ist keine Strategie!“

Matthias Machnig warnt: „Zweckoptimismus hilft uns nicht weiter.“ Machnig, in der Regierungsmannschaft von Christoph Matschie zuständig für Wirtschaft und Umwelt, kritisiert damit auch Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz: „Wir brauchen jetzt keine Sonnenschein-Kommentare, wir brauchen eine nüchterne Bestandsaufnahme und vor allem mehr Initiativen für Wachstum und Beschäftigung in Thüringen.“

Der SPD-Politiker stellt klar: „Fakt ist: Leider steigt auch in Thüringen die Arbeitslosigkeit. Zum Glück hilft die Kurzarbeiterregelung von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, dass nicht noch mehr Menschen in Arbeitslosigkeit gefallen sind.“

Machnig fordert Realismus: „Die leichte konjunkturelle Erholung ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass die Konjunkturprogramme des Bundes wirken.“

Statt Zweckoptimismus setzt der Wirtschafts- und Umweltexperte auf neue Strategien: „Jetzt sind Initiativen für mehr Wachstum und Beschäftigung erforderlich. Thüringen braucht ein Leitbild für Wirtschaft und Beschäftigung. Eines der Zukunftsfelder ist der von uns favorisierte Bereich der Erneuerbaren Energien, der Effizienztechnologien und der nachhaltigen Verkehrsentwicklung, zum Beispiel der Elektromobilität.“

Machnig macht sich gleichzeitig stark für faire Löhne: „Die Bewältigung der Krise darf nicht auf den Rücken der Beschäftigten abgewälzt werden. Die aktuellen Zahlen vom DIW zeigen: Zwischen 2004 und 2008 sind die Reallöhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um fast einen Prozent gesunken. Deswegen brauchen wir auch eine produktivitätsorientierte Lohnentwicklung und Mindestlöhne. Das sorgt auch für einen Konsumschub und eine bessere Binnenkonjunktur.“

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