Mehrgenerationenhäuser nicht aufs Spiel setzen

Carsten Schneider fordert Anschlusskonzept für auslaufendes Aktionsprogramm

Die Fördermittel des Bundes für das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser laufen ab dem Herbst 2011 aus.

„CDU-Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat bisher nichts unternommen, um eine mögliche Anschlussfinanzierung für die bundesweit 500 Häuser zu klären“, sagt Carsten Schneider, SPD-Bundestagsabgeordneter für Erfurt und Weimar.

Auch in Thüringen unterstützt das Aktionsprogramm zukunftsweisende Projekte: In Weimar-West etwa eine kostenlose Rechtsberatung und eine ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung oder einen ‚Großelterndienst‘ in Erfurt-Südost, bei dem vitale Senioren die Eltern bei der Kinderbetreuung unterstützen.

„Diese sozialen Angebote sind wichtig und brauchen eine gesicherte Zukunft. Mehrgenerationenhäuser sind Orte für das beispielhafte Miteinander von Jung und Alt. Mithilfe solcher Treffpunkte für Menschen aller Altersgruppen können wir die Chancen des demographischen Wandels nutzen. Dafür dürfen wir das bisher Erreichte aber nicht auf Spiel setzen, indem wir Fördermittel für Mehrgenerationenhäuser ersatzlos auslaufen lassen“, betont Schneider.

„Die SPD will verhindern, dass ab dem Herbst 2011 die ersten erfolgreichen Mehrgenerationenhäuser schließen müssen. Wir wollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter fördern und älteren Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Deshalb haben wir nun Eckpunkte für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Begegnungsstätten vorgelegt“, erklärt Schneider

„Auf dieser Grundlage muss die Bundesregierung so schnell wie möglich ein Anschlusskonzept für die Mehrgenerationenhäuser vorlegen“, fordert Schneider.

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