SPD gibt Bildung in Thüringen neuen Aufwind

Die SPD verleiht der Bildung in Thüringen neuen Aufwind. ?Wir wollen in unseren Schulen gemeinsames Lernen bis zur Klasse 8. Thüringenweit werden wir deshalb eine Unterschriftenaktion starten?, kündigt Christoph Matschie, der Vorsitzende und Ministerpräsidentenkandidat der SPD Thüringen, an.

Am 19. April 2004 fällt der Startschuss für die landesweite Unterschriftenaktion. In acht Thüringer Städten werden 800 Luftballons aufsteigen und die bildungspolitischen Vorschläge der Thüringer Sozialdemokraten ins Land tragen. Straßenfeste finden in Heiligenstadt, Bad Frankenhausen, Bad Salzungen, Gotha, Hildburghausen, Erfurt, Saalfeld und Zeulenroda statt.

In den kommenden sechs Wochen bis zum 01. Juni 2004 haben die Thüringerinnen und Thüringer dann die Chance, mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung für diese bildungspolitische Weichenstellung zu zeigen.

Thüringens große Tradition in der Bildungspolitik ? daran wollen die Sozialdemokraten wieder anknüpfen. Hier in Thüringen entstand angeregt von Friedrich Fröbel der erste Kindergarten, hier wurde vor 350 Jahre in Gotha die Schulpflicht das erste Mal eingeführt. Und hier soll nun längeres gemeinsames Lernen wieder neu verankert werden. ?Wir wollen unser Land auch bei der Bildung zu einem Erfolgsmodell entwickeln?, so Christoph Matschie.

Das jetzige Sortieren in unterschiedliche Schullaufbahnen nach der vierten Klasse ist überholt. Das macht die Expertendiskussion immer deutlicher und das zeigt auch der Blick auf die erfolgreichen PISA-Länder. Deshalb will die SPD, dass Thüringens Kinder bis Klasse 8 zusammen den Unterricht besuchen. Das heißt aber nicht Gleichmacherei. Denn gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass Schüler stärker individuell gefördert werden. Und: Erfahrungen aus ganz Europa zeigen, dass durch gemeinsames Lernen von Schülern unterschiedlicher Leistungsniveaus, Interessen und Neigungen nicht nur die schulischen Leistungen insgesamt steigen, sondern sich auch das soziale Denken der Kinder besser entwickelt. Gleichzeitig sichert längeres gemeinsames Lernen wohnortnahe Schulstandorte für unsere Kleinsten.

Jede Unterschrift ist deshalb ein Signal für einen Aufbruch hin zu einer gerechten, leistungsfördernden und familienfreundlichen Bildungslandschaft in Thüringen.

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